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Beobachten und dokumentieren

Im Laufe der Kindergartenzeit wird der Entwicklungsstand jedes Kindes in einer Bildungsdokumentation festgehalten. Die Bildungsdokumentation ist Bestandteil der seit dem 01.08.2003 in NRW gültigen Bildungsvereinbarung. Die Bildungspläne der einzelnen Bundesländer geben vor, welche Kompetenzen und Lernziele die Kinder erreichen sollen. Sie sollen ErzieherInnen einen Leitfaden zur Qualitätssicherung bieten und dazu anregen, Kinder individuell und ganzheitlich zu fördern und zu fordern.

Die Bildungsdokumentation dient allen Beteiligten: Eltern, Kindern und ErzieherInnen! Die Eltern können sich anhand der Dokumentation immer wieder über den Bildungsstand und die Bildungsprozesse ihres Kindes informieren. Die Bildungsdokumentation kommt darüber hinaus den Kindern selbst zugute. Es geht um Beachtung und um fachliches und persönliches Interesse der ErzieherInnen an dem, was das Kind tut, und daran, wie es dies tut. Diese Beachtung soll das Kind als anerkennende Resonanz erleben.
ErzieherInnen können auf dieser Basis ihr pädagogisches Handeln für die Weiterentwicklung des Kindes abstimmen. Durch die Bildungsdokumentation hat außerdem die Einrichtung die Möglichkeit, die eigene pädagogische Arbeit darzustellen und diese als unterstützendes Element zur Qualitätsentwicklung zu nutzen (vgl. AG gem. § 78 KJHG ¨Tagesbetreuung für Kinder − Eckpunkte der Bildungsdokumentation¨, Juni 2005 www.eltern−helfen−eltern.org/service/EckpunktederBildungsdokumentation.pdf).


Beobachtung als Voraussetzung

Die Voraussetzung für eine Dokumentation ist die objektive und wertfreie Beobachtung einer Situation und die Rücksprache mit den KollegInnen im Team.
Der Austausch mit den KollegInnen ist sehr wertvoll, denn unterschiedliche Sichtweisen erweitern den Blick auf das Kind. Gespräche und Selbstreflexionen helfen, ein Kind so objektiv wie möglich wahrzunehmen. Eine völlig wertfreie, objektive Beobachtung dagegen erreicht allenfalls eine Videokamera. Diese Form von ¨absoluter Objektivität¨ lässt sich also im Alltag nicht erreichen, aber das Ziel sollte es sein, so nahe wie möglich an dieses Ideal heranzukommen. Auf der Grundlage dieser Beobachtungen lassen sich dann Reflexionen erstellen und pädagogisches Handeln abstimmen. Ein weiteres Ziel ist es, möglichst ressourcenorientiert zu beobachten und defizitorientierte Beobachtungen zu vermeiden. Die Stärken, Talente und Interessen der Kinder sollten im Mittelpunkt der Beobachtung stehen, denn darüber lassen sich ggf. auch die schwächeren Entwicklungsbereiche fördern.


Verschiedene Dokumentationsformen

Es ist wünschenswert und sinnvoll, wenn die Bildungsdokumentation eine kleine Biografie über den Lebensabschnitt des Kindes im Kindergarten darstellt. Die Dokumentation soll das Kind während dieser Zeit begleiten und wichtige Ereignisse und Phasen in seinem Leben, Vorlieben, Interessen und Stärken festhalten, z.B. Freunde, Lieblingsspielzeuge, wichtige Entwicklungsschritte wie das Schreiben des eigenen Namens, das Binden einer Schleife etc.
Hierzu einige Anregungen: Das Team überlegt sich gemeinsam, was ihm an einer Dokumentation wichtig erscheint. Möchte es den reinen Entwicklungsstand der Kinder anhand eines selbst formulierten Textes oder durch einen Ankreuzbogen dokumentieren − altersentsprechendes Hüpfen, Sprechen, Mengenverständnis etc. − oder möchte es sich an Bildungs− und Lerngeschichten oder Portfolioarbeit orientieren? Vielleicht kommt auch eine andere gebräuchliche Dokumentationsform in Frage wie z.B. Kuno Bellers Entwicklungstabelle (www.beller−und−beller.de/entwicklungstabelle.html), validierte Grenzsteine der Entwicklung (www.kreis−soest.de/buergerservice/kiga/Grenzsteine_infans.pdf), Leuvener Engagiertheitsskala (www.leuvener−engagiertheitsskala.de) etc.


Bildungsdokumentation als Bausteinsystem

Wir haben in unserer Arbeit sehr gute Erfahrungen mit der Kombination verschiedener Elemente gemacht. Damit die Zusammenstellung und Verwaltung gut funktioniert und übersichtlich ist, werden drei Ordner−Typen angelegt.
Der Ordner−Typ 1 ist ein einzelner Ordner für die ErzieherInnen. In diesen Ordner werden pädagogische Hilfsmittel für alle Kinder einer Gruppe geheftet, z.B. Notizen über Kinder oder Soziogramme. Diese Dinge sind hilfreich für die pädagogische Arbeit: Sie geben eine Übersicht über das Kontaktverhalten der Kinder, helfen beim Erfassen von Entwicklungsbereichen oder dienen als Grundlage bei Elterngesprächen.
Ordner−Typ 2 ist jeweils ein persönlicher Ordner für jedes Kind einer Gruppe. Diese Ordner sind für die Kinder jederzeit frei zugänglich. In ihren eigenen Ordner können sie Dinge heften, die ihnen persönlich wichtig sind, z.B. Gestaltungsarbeiten, gemalte Werke, Fotos von Bauwerken, die sie selbst hergestellt haben, Fotos ihrer Freunde etc.
Ordner−Typ 3 ist wiederum ein persönlicher Ordner für jedes Kind, in dem sich sensible Daten befinden. Diese Informationen werden nicht frei zugänglich aufbewahrt und unterliegen dem Datenschutz. Aus diesen Gründen befinden sich diese Ordner unter Verschluss. Hier werden abgeheftet:

  • Die Einwilligungserklärung zur Bildungsdokumentation;
  • die Entwicklungsberichte;
  • Fotoberichte;
  • Einzelbeobachtungen;
  • Selbstportraits des Kindes;
  • Themenbilder des Kindes;
  • Portfolioblätter;
  • Protokolle von Elterngesprächen u.v.m.


Einbezug der Eltern

Wenn sich das Team für eine Dokumentationsform entschieden hat, ist es hilfreich, einen Elternabend zum Thema Bildungsdokumentation zu veranstalten, um das Konzept vorzustellen. Dazu kann eine Beispieldokumentation gezeigt und theoretisches und praktisches Wissen vermittelt werden. Die Eltern werden so für das Thema begeistert und sensibilisiert, außerdem begreifen sie den Sinn und Zweck des Mehraufwands und der damit u.U. verbundenen Umstrukturierung der Zeitressourcen.
Um den ErzieherInnen Zeit für die Erstellung der Bildungsdokumentation einzuräumen, ist es auch möglich, Aufgaben an die Eltern bzw. den Elternrat abzugeben. Es ist wichtig, die knappen Zeitressourcen nicht ausschließlich durch eigene Mehrarbeit aufzufangen oder durch schlechtere Betreuungsbedingungen an die Kinder weiterzugeben. Statt dessen kann gerade durch die Auseinandersetzung mit der Dokumentationsarbeit das Selbstverständnis der Wertigkeit der eigenen Arbeit steigen und dazu beitragen, andere hilfreiche Wege der Arbeitsentlastung zu finden. Wenn die Eltern die Chancen der Dokumentationsarbeit kennen, sind sie auch motiviert, die Umstrukturierung von Zeitressourcen zu akzeptieren und die ErzieherInnen in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

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KundInnenmeinungen

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"Wir haben in diesem Jahr all unsere Bildungsdokus mit Hilfe von GABIP geschrieben und sind begeistert von der Zeitersparnis und von der Möglichkeit Dinge zu verändern. Herzlichen Dank."
"Wir haben dieses Programm in unserem Kindergarten installiert und meine Kolleginnen sind meiner Meinung. Dieses Programm ist eine echte Arbeitserleichterung und ideal für unsere Arbeit geeignet."
 

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